Diese Situation ist für Angehörige besonders belastend. Man erkennt möglicherweise deutlich, dass sich etwas verändert, während die betroffene Person selbst kein Problem sieht oder Gespräche darüber ablehnt.

Druck, Vorwürfe, ständige Kontrolle oder Drohungen führen dabei nicht automatisch zu mehr Veränderungsbereitschaft. Häufig verschärfen sie Konflikte und können dazu führen, dass sich Betroffene weiter zurückziehen.

Angehörige können sich deshalb auch selbst beraten lassen. Dafür muss die betroffene Person nicht zunächst bereit sein, an einem Gespräch teilzunehmen. In einer Angehörigenberatung kann besprochen werden, wie die Situation einzuschätzen ist, welche Kommunikation hilfreich sein kann, wo sinnvolle Grenzen liegen und wie Angehörige ihre eigene Handlungsfähigkeit bewahren können.

Gerade Eltern, Partner und andere enge Bezugspersonen müssen mit der Situation nicht warten, bis der Betroffene selbst Hilfe einfordert.