Nicht jede intensive Mediennutzung, jeder Drogenkonsum oder jede ausgeprägte Gewohnheit bedeutet automatisch eine Abhängigkeit. Entscheidend ist weniger ein einzelner Wert oder eine bestimmte Anzahl von Stunden, sondern die Frage, wie stark das Verhalten das eigene Leben beeinflusst.
Warnsignale können sein, dass die Kontrolle über Häufigkeit oder Dauer zunehmend verloren geht, andere Interessen in den Hintergrund treten oder das Verhalten trotz negativer Folgen fortgesetzt wird. Auch Veränderungen in Schule, Ausbildung, Beruf, Beziehungen, Schlaf oder sozialen Kontakten können Hinweise auf eine problematische Entwicklung sein.
Bei Gaming orientieren sich auch die internationalen Kriterien unter anderem an Kontrollverlust, einer zunehmenden Priorität des Spielens gegenüber anderen Aktivitäten und der Fortsetzung trotz negativer Konsequenzen. Entscheidend ist dabei eine erhebliche Beeinträchtigung wichtiger Lebensbereiche.
Wer unsicher ist, muss die Situation nicht selbst diagnostizieren. Eine fachliche Beratung kann dabei helfen, das Verhalten und seine Auswirkungen zunächst realistisch einzuordnen.


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