Eine hohe Bildschirmzeit allein reicht nicht aus, um von Mediensucht zu sprechen. Jugendliche können zeitweise sehr intensiv spielen, soziale Medien nutzen oder Videos ansehen, ohne dass automatisch eine Abhängigkeit vorliegt.
Problematisch wird die Nutzung insbesondere dann, wenn die Kontrolle zunehmend verloren geht und digitale Aktivitäten andere wichtige Lebensbereiche verdrängen. Hinweise können beispielsweise nachlassende schulische Leistungen, Schlafprobleme, sozialer Rückzug, der Verlust anderer Interessen oder starke Konflikte über die Mediennutzung sein.
Auch starke Reizbarkeit bei Einschränkungen oder der wiederholte Versuch, die Nutzung zu reduzieren, ohne dies dauerhaft zu schaffen, können eine Rolle spielen.
Das Thema betrifft inzwischen viele Familien. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass problematische Nutzungsmuster bei Social Media, Gaming und Online-Videos unter Kindern und Jugendlichen weiterhin weit verbreitet sind. Umso wichtiger ist es, nicht jede intensive Nutzung vorschnell als Sucht zu bezeichnen, auffällige Veränderungen aber ernst zu nehmen.


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