Nicht zwangsläufig. Digitale Medien gehören heute zu Schule, Ausbildung, Beruf, Kommunikation und sozialem Leben. Eine vollständige und dauerhafte Abstinenz ist deshalb bei problematischer Mediennutzung nicht automatisch das sinnvollste oder realistischste Ziel.
Wichtiger ist zunächst zu verstehen, welche Funktion die Mediennutzung erfüllt. Geht es um Unterhaltung und soziale Kontakte oder zunehmend um Ablenkung, Stressabbau, Rückzug, Anerkennung oder darum, unangenehmen Situationen und Gefühlen auszuweichen?
Auf dieser Grundlage können neue Strategien und klare Strukturen entwickelt werden. Ziel kann sein, wieder selbst darüber entscheiden zu können, wann und wie digitale Medien genutzt werden, anstatt sich vom eigenen Nutzungsverhalten bestimmen zu lassen.
Es geht damit nicht um eine Verteufelung des Smartphones oder digitaler Medien, sondern um Medienkompetenz, Selbstbestimmung und einen gesunden Umgang mit digitalen Angeboten.


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