Ja. Suchtprobleme betreffen fast immer auch das persönliche Umfeld. Eltern, Partner oder andere Angehörige erleben häufig Sorge, Hilflosigkeit und wiederkehrende Konflikte. Gleichzeitig stellt sich die schwierige Frage, wann Unterstützung hilfreich ist und wann gut gemeinte Hilfe möglicherweise dazu beiträgt, problematische Verhaltensweisen aufrechtzuerhalten.

Eine Angehörigenberatung kann helfen, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten und mehr Handlungssicherheit zu entwickeln. Dabei können beispielsweise Kommunikation, sinnvolle Grenzen, der Umgang mit Konflikten und die eigene Belastung thematisiert werden.

Besonders bei Jugendlichen spielt das familiäre Umfeld eine wichtige Rolle. Bei problematischer Mediennutzung zeigen Untersuchungen zudem, dass Eltern selbst häufig Unterstützungsbedarf im Umgang mit der Mediennutzung ihrer Kinder sehen.

Eine Beratung kann deshalb auch dann sinnvoll sein, wenn der betroffene Jugendliche, Partner oder Angehörige selbst noch nicht zu einem Gespräch bereit ist.